AKTION

STADLER RALLYE 2017 TOUR 8

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Von Potsdam über Schloss Marquardt nach Werder an der Havel

Unsere geführte Radtour beginnt am Hauptbahnhof in Potsdam. Auf unserer etwa 30 Kilometer langen Strecke erwarten uns königliche Prachtbauten, Parks, Schlösser und jede Menge Natur und Seen. Vorbei am neuen Potsdamer Stadtschloss durchqueren wir den Park Sanssouci mit Schloss und neuem Palais. Auf Nebenstrecken vorbei am Schloß Lindstedt und durch Bornim kommen wir zum verwunschenen Schloss Marquardt. Nach einem kleinen Rundgang durch den Park erwartet uns viel Natur und viele Seen. Durch kleine Dörfer und Schloss Golm gelangen nach Werder – der “Blütenstadt” an der Havel. Ein ausgiebige Erkundung lohnt sich. Von hier aus können wir den Regionalexpress zurück nach Berlin nehmen oder, wer noch Power in den Beinen hat, weitere etwa 15 Kilometer durch Wälder und Uferwegen zurück nach Potsdam fahren. Eine erlebnisreiche Tour für Groß und Klein.

Dauer ca. 4 h
Preis 50 € + 10 € Fahrrad
Distanz ca. 30 km
Startort S-Bhf Potsdam (S7)
Startzeit 10:00 Uhr
Teilnehmer mind. 6 Personen
Info denken Sie an geeignete Kleidung, Verpflegung und vllt. einen Helm
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RADTOUR BESCHREIBUNG

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Preußens Pracht – Schloss Sanssouci und der wunderschöne Park

Gleich zu Beginn unserer Radtour kommen wir zur meistbesuchtesten Sehenswürdigkeit in Potsdam, dem Schloss Sanssouci (“ohne Sorgen”) und seinen Parkanlagen. Seit einigen Jahren darf man leider nicht mehr direkt mit dem Fahrrad durch den Park fahren. So erkunden wir einfach die schönsten Orte zu Fuß.
1745 plante Friedrich der Große ein intimes Wohnschloss im Stil des Rokoko nur für seine privaten Bedürfnisse. Nach nur 2 Jahren Bauzeit, direkt nach der Einweihung des imposanten terrassenförmigen Weinberges bezog der Alte Fritz sein Schloss. Bei den Gartenanlagen wich er von der rein repräsentativen barocken Gartengestaltung ab und verband das Nützliche mit dem Schönen. So entstanden Zier- und Nutzgarten, Hecken, Bäumen und Brunnenanlagen. In Treibhäusern wurden sogar Orangen, Bananen, Melonen und Pfirsiche angebaut. Zu seinem Vergnügen ließ Friedrich auch das Drachenhaus, Chinesisches Teehaus und Belvedere errichten. 20 Jahre nach Fertigstellung von Schloss Sanssouci entstand. am westlichen Ende des Parks das Neue Palais. Ein in Pracht und Größe einmaliges Barockschloss. Es sollte die Macht und Größe Preußen repräsentieren. Friedrich selbst empfand das Schloss als zu protzig. Rund 100 Jahre später war Friedrich Wilhelm IV. maßgeblich am heutigen Aussehen des Parks Sanssouci verantwortlich. Seine Architektur war durch seine Vorliebe für Italien geprägt. Es entstand Schloss Charlottenhof, Römischen Bäder und die Orangerie. Für die Gartengestaltung war Peter Josef Lenné verantwortlich. Er baute einen Landschaftspark mit Sichtachsen, locker gesetzten Strauch- und Baumgruppen sowie Wassergräben und einen See.
Ein Streifzug durch den Park ist wirklich ein Muß. Die Schlösser muss man auch besichtigen – aber dafür müsst ihr ein zweites Mal nach Potsdam kommen. Unsere spannende Radtour geht nach noch weiter.

Verwunschener Park und okkulte Rituale im Schloss Marquardt

Das Schloss Marquardt und seine Parkanlage hat eine wechselvolle Geschichte als Wohnort oder Sitz adeliger oder großbürgerlicher Besitzer. Bereits 1375 wurde das Gebäude als Gutshof erwähnt. 1660 wurde es als Herrenhaus ausgebaut was es eigentlich heute immer noch ist. Erst Theodor Fontane bezeichnete das Gebäude als Schloss. Besonders spannendes ereignete sich im Jahre 1795. General Hans Rudolf von Bischoffwerder, enger Vertrauter und Berater des Königs Friedrich Wilhelm II., und Anhänger des Orden der Rosenkreuzer, ließ die sogenannte Blaue Grotte errichten. Ein Raum mit ungewöhnlichen Licht- und Farbeffekten und doppelten Wänden. Hier hielt er spirituelle Sitzungen mit Geisterstimmen ab. Leider existiert dieser einmalige Ort heute nicht mehr. Während des 3. Reiches wurde die Schlossanlage als Hotel und zu Kriegszeiten als Lazarett genutzt. Nach Kriegsende gab es unterschiedliche Nutzungen. Bis zum Ende der DDR waren hier wissenschaftliche Institute für Obstbau ansässig. Heute bröckelt die Fassade und der Park verwildert. Dennoch ist ein besonderer Ort mit viel Charme. Einige Räume werden für Hochzeiten und Feste vermietet. Ein wirklich mythischer Ort.

Werder – die Blütenstadt an der Havel

Die mittelalterliche Stadt Werder ist ein weiteres Highlight auf unserer Tour. Umgeben vom Schwielowsee, Glindower See, Großem Plessower See und Großem Zernsee direkt an der Havel gelegen lohnt sich ein Besuch der Altstadt und der Heilig-Geist-Kirche. Neben der Bockwindmühle auf dem Mühlenberg die Wahrzeichen der Stadt. Besonder spannend ist ein Spaziergang durch die vielen verwinkelten Gassen auf die Insel von Werder. Hier solltet ihr unbedingt an einen der vielen kleinen Restaurant an der Uferpromenade eine Pause einlegen, den Ausblick über die Havel genießen, und ein fangfrisches Fischgericht bestellen.
Werder gilt als eine der sonnenreichsten Ortschaften Deutschlands. Sie wurde als Blütenstadt, Obstkammer und Weinanbaugebiet bekannt. Dies feiert die Stadt im Frühjahr auf seinem weit über die Grenzen bekannten Baumblütenfest, das alljährlich mehrere 100.000 Besucher anlockt. Nicht nur auf dem Fest kann man die Obstweine versuchen, auch viele Einwohner laden zum Verkosten ein. Weininteressierte sollten auch den Wachtelberg besuchen. Hier kann man nicht nur Wein verkosten sondern auch den Weinberg inspizieren. Und wer zur Erntezeiten Lust auf Obst hat, in und um Werder laden viele Höfe zum Selberpflücken ein.

SEHENSWÜRDIGKEITEN

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Potsdamer Stadtschloss, St. Nikolaikirche, Brandenburger Tor, Obeliskportal, Schloss Sanssouci, Historische Mühle von Sanssouci, Ruinenberg, Orangerieschloss, Bornstedter Friedhof, Chinesisches Haus, Belvedere auf dem Klausberg, Neues Palais, Schloß Lindstedt, Bornim, Schloss Marquardt, Schlosspark, Schlänitzsee, Dorfkirche Grube, Wublitz, Dorfkirche in Nattwerder, Schloß Golm, Großer Zernsee, Bismarckhöhe, Heilig-Geist-Kirche Werder, Stadtpark in Werder, Bockwindmühle, Uferpromenade.

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